BOGY-Bericht von Jil Helsper, Eberbach

im Rahmen Ihres Betriebspraktikums vom 23.-27.03.2015

Einleitung

Persönliche Gründe für den gewählten Beruf
Ich habe mich dafür entschieden, mein Bogy-Praktikum bei einer Bank zu absolvieren, da das Fach Mathematik eines meiner Lieblingsfächer ist und mir großen Spaß bereitet. Besonders spannend war die Teilnahme an dem Wirtschaftsprojekt „Planspiel-Börse“ mit seinen Aktienmärkten und Kursbewegungen.

Vorstellung des Berufsfeldes bzw. des Berufs
Als Grundvoraussetzung für den Beruf einer Bankkauffrau ist ein erfolgreicher Realschulabschluss, Fachhochschulabschluss oder Abitur erforderlich. In dem sensiblen Bereich des Geldgeschäftes ist ein freundliches und zuvorkommendes Auftreten sehr wichtig. Man braucht ein gepflegtes Äußeres, gute Umgangsformen, Fachwissen, Engagement und eine selbstbewusste Ausstrahlung. Fachkompetenzen, wie selbstständiges Arbeiten und sichere mathematische Kenntnisse, als auch Sozialkompetenzen, wie zum Beispiel Kontaktfähigkeit, Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit werden für diesen Beruf vorausgesetzt. Im Backoffice erfordern interne Vorgänge oder internationale Transaktionen höchste Sorgfalt und Konzentration. In der Korrespondenz mit ausländischen Banken, sowie im Gespräch mit ausländischen Kunden sind gegebenenfalls Fremdsprachkenntnisse erforderlich.

Beschreibung typischer Tätigkeitsmerkmale
Bankkaufleute beraten ihre Kunden in all ihren Fragen der Kontoführung und des Zahlungsverkehrs. Sie eröffnen Bankkonten, informieren Kunden über die Kontoführung bzw. Online-Banking und bearbeiten Kundenaufträge im Zahlungsverkehr. Außerdem weisen sie auf die verschiedenen Möglichkeiten der Geld- und Kapitalanlagen hin, zum Beispiel auf Sparbriefe oder Aktien. Weiterhin gehören auch bankinterne Aufgaben zu den Tätigkeitsfeldern einer Bankkauffrau, beispielsweise Planungs-, Organisations- und Kontrollaufgaben in Bereichen wie Rechnungswesen, Controlling, Datenverarbeitung, Revision und Personalwesen. Bankkaufleute arbeiten jedoch überwiegend im Büro und im Servicebereich.

In meiner Praktikumswoche war ich im Service aktiv. Dort setzte ich mich mit unterschiedlichen Kundenanforderungen, mithilfe von Mitarbeitern, auseinander. Zu meinen Hauptaufgaben gehörten die Überweisungen auszufüllen und Ein- und Auszahlungen zu tätigen.

Die Volksbank Neckartal eG
Die Volksbank Neckartal eG feiert dieses Jahr 150-jähriges Jubiläum. 1865 haben 57 Eberbacher Bürger den Vorschussverein Eberbach gegründet. Heute sind daraus 44.000 Mitglieder und damit die größte Personenvereinigung in der Region geworden. Durch viele zukunftsweisende Fusionen ist eine erfolgreiche Genossenschaft entstanden, die mit 380 Mitarbeitern, 39 Geschäftsstellen und einer Bilanzsumme von 1,8 Mrd. Euro den 17. Rang unter den Volksbanken in Baden-Württemberg einnimmt.

Die Volksbank bietet verschiedene Ausbildungen (Bankkaufleute und Finanzassistenten) und duale Studiengänge an. Mit dem dualen Studium erwirbt man gleichzeitig seinen akademischen Hochschulabschluss „Bachelor of Arts“. Nach einer Ausbildung gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. An den genossenschaftlichen Akademien stehen viele Weiterbildungsmöglichkeiten mit nahezu allen Themen in der Bank zur Verfügung und auch ein berufsbegleitendes Studium sowie Management-Ausbildungen sind möglich.

Tagebuch

Montag, der 23.03.2015 (Eberbach, Hirschhorn)
In der Hauptgeschäftsstelle Eberbach wurden alle Praktikanten von Frau Köhler und Frau Dinkeldein empfangen und in den Konferenzsaal geführt. Dort besprachen wir die Formalitäten, welche für die ganze Woche erforderlich waren und unsere Erwartungen, sowie Vorkenntnisse, die wir für das Praktikum mitbrachten. Außerdem wurde uns in kurzen Videoclips veranschaulicht, wie sich die Volksbank Neckartal zusammensetzt, organisiert und entstanden ist. Anschließend wurden wir durch die Bank geführt, um die verschiedenen Abteilungen kennenzulernen. Zum Schluss besichtigten wir den Tresor und Rückseite der Bankautomaten.

Nach der Einführung in Eberbach fuhr ich um 10:30 Uhr mit dem Zug nach Hirschhorn, dort war ich bis zum Ende des Tages tätig. In der Bank wurde ich freundlich empfangen.

Nachdem ich meine Sachen am Platz abgestellt hatte, wurde ich sehr nett von einer Kollegin aufgenommen und durch die Bank geführt. Dabei zeigte sie mir, wie man die Selbstbedienungsgeräte am Eingang mit neuem Papier auffüllt und überprüft, ob ein Kunde seine Karte im Automat hat stecken lassen. Außerdem wies sie mich darauf hin, wie man sich bei einem Banküberfall verhalten soll.

Danach erklärte sie mir am Schalter die Bedienung des Computers und die einzelnen Programme. Nach dieser Einführung im Service, durfte ich die Vorgänge einer SEPA Überweisung mit ansehen. Um 12:30 Uhr wurde die Bank geschlossen und ab 12:45 Uhr hatten alle Mitarbeiter eine Stunde Mittagspause. Pünktlich um 14:00 Uhr wurde die Bank wieder geöffnet und die ersten Kunden kamen herein. Zusammen mit einer Kollegin bediente ich eine ältere Dame mit ihrer kleinen Enkelin, die ihr Sparschwein leeren lassen wollte. Dazu schüttete die Mitarbeiterin das Sparschwein aus und die Münzen kamen in die Geldzählmaschine, an deren Ende ein Geldsack hing. Nachdem das Geld durchgelaufen war und die Zählmaschine den Betrag anzeigte, wurde dieser auf das Konto des Mädchens eingezahlt und sie bekam ihr Sparschwein zurück. Bei dem nächsten Kunden konnte ich mitverfolgen, wie der Ablauf einer Einzahlung auf ein Sparbuch aussieht. Zum Schluss wurde das Sparbuch in den Drucker hinter dem Schalter gelegt und aktualisiert. Der Kunde bekam sein Sparbuch zurück und verließ zufrieden die Bank. Um 16:30 Uhr wurde die Bank geschlossen.

Dienstag, der 24.03.2015 (Hirschhorn)
Als ich um 8:15 Uhr in der Volksbank in Hirschhorn ankam, wurde ich von allen Mitarbeitern freundlich begrüßt, die schon dabei waren, alles vorzubereiten. Um 8:30 wurde die Bank aufgeschlossen und zusammen bedienten wir einen Kunden, der Geld auf sein Konto einzahlen wollte. Meine Aufgabe war es, das Geld, welches eingezahlt werden sollte, durch die Geldzählmaschine laufen zu lassen und den Betrag abzugleichen. Anschließend gab eine Mitarbeiterin uns die Aufgabe, die Stimmigkeit der verschiedenen Sorten (ausländische Banknoten) zu überprüfen. Nachdem unsere Beträge übereinstimmten, machten wir Mittagspause. Zurück in der Bank, hatte die Kollegin die nächste Aufgabe für mich bereit. Ich sollte Plastikbeutel beschriften, in denen später die Münzen aus den Geldsäcken der Geldzählmaschine kommen. Nachdem ich meine Aufgabe erledigt hatte, füllte ich zusammen mit einer Kollegin die Geldsäcke um und räumte die übrig gebliebenen Plastikbeutel in ein Regal ein. Anschließend schaute ich meiner Kollegin zu, wie sie einen Kunden bediente. Er hatte den Wunsch, Geld von seinem Sparbuch auszahlen zu lassen. Um 16:30 wurde die Bank geschlossen und die Kasse und Überweisungen überprüft.

Mittwoch, den 25.03.2015 (Meckesheim)
Zusammen mit den anderen Praktikanten warteten wir vor dem Eingang der Hauptgeschäftsstelle in Meckesheim, bis sie geöffnet wurde. Um 8:30 wurden wir von einer Mitarbeiterin empfangen und in die verschiedenen Bereiche eingeteilt.

In der Marktfolge Passiv besichtigte ich zuerst den MSC von 8:30-9:30 Uhr. Dort erklärte mir ein Mitarbeiter, dass es zu seinen Aufgaben gehört, Konten aufzulösen und die Daten der neuen Bank weiterzuleiten oder sich um die Kartenanforderungen zu kümmern. Weiterhin erklärte er mir, dass die SCHUFA eine wichtige Rolle spielt.

Von 9:30-10:30 Uhr besuchte ich die Abteilung der Datenkontrolle, dort wurde mir die Bedeutung und Funktion der Datenkontrolle erklärt. Sie soll falsche Datenbestände durch Erfassungsfehler vermeiden und zusätzlich sicherstellen, dass die Unterlagen ordnungsgemäß sind. Hier gilt das 4 Augen Prinzip, es müssen mindestens zwei Personen die Daten kontrolliert haben.

Im Auslandszahlungsverkehr gehört es zu den Aufgaben, Überweisungen in verschiedene Länder mit unterschiedlicher Währung zu erfassen und zu überprüfen. Alle Überweisungen werden zu der DZ-Bank in Frankfurt weitergeleitet und von dort aus erneut kontrolliert und ausgeführt.

Nachdem ich die Abteilung des Außenhandels besucht hatte, schickte mich ein Mitarbeiter zu seiner Kollegin ins Nebenzimmer. Dort wurden mir die verschiedenen Bankkarten näher erklärt. Die normale EC-Karte ist blau, kann aber auch je nach Wahl verschiedene Designs haben. Weiterhin gibt es die goldene Karte, die man nur bekommt, wenn man Mitglied ist, das heißt wenn man einen Geschäftsanteil von mindestens 10€ besitzt. Die beiden Karten sind automatisch bei einem Girokonto inklusive. Man verwendet sie beim Einkaufen zum Bezahlen, oder um Geld abzuheben. Neben der EC-Karte gibt es die Kreditkarte.

Nach meiner Mittagspause besuchte ich die Archivierung. Dort werden die gesamten Unterlagen der Volksbank Neckartal dokumentiert und festgehalten. Die Überweisungen werden im Scanner eingescannt, sortiert und aufbewahrt.

Am Ende des Tages war ich in der EDV eingeteilt. Zusammen mit einem anderen Praktikanten wurden wir in ein Büro von mehreren Mitarbeitern geführt. Sie waren zuständig für Fragen der Kunden zum Thema Online-Banking. Zuerst erklärte uns einer der Mitarbeiter, wie das Online-Banking bei der Volksbank funktioniert und welche Gefahren dahinter stecken können. Anschließend besichtigten wir die Kontrollräume. Dabei erzählte uns der Mitarbeiter, dass kürzlich Falschgeld in der Bank aufgetaucht ist. Er brachte uns zu einem Kollegen, der uns die gefälschte 2€-Münze zeigte. Er erklärte uns, dass es nicht einfach sei Falschgeld zu erkennen. Auffällig jedoch ist die Leichtigkeit der Münzen. Nach der Aufklärung über Falschgeld entließ uns der Mitarbeiter in den Feierabend.

Donnerstag, der 26.03.2015 (Hirschhorn)
In der Geschäftsstelle Hirschhorn fielen vor Filialöffnung die üblichen Vorbereitungsaufgaben an. An diesem Tag durfte ich zum ersten Mal alleine die Überweisung eines Kunden in den Computer übertragen. Da meine erste Überweisung fehlerfrei war, durfte ich auch die nächste übernehmen. Nach der Mittagspause schaute ich wieder meinen Kolleginnen bei den Abläufen von Ein- und Auszahlungen zu. Als die Bank am späten Nachmittag geschlossen wurde, half ich den Mitarbeitern bei den Abschlussarbeiten.

Freitag, der 27.03.2015 (Hirschhorn)
Wie jeden Morgen wurden die Kassen am Schalter bereitgestellt, das Computersystem eingestellt und die Bank geöffnet. Bis mittags bediente ich zusammen mit den Mitarbeitern die Kunden im Service. Nach der Mittagspause rief mich der Filialleiter gemeinsam mit dem anderen Praktikanten in sein Büro. Dort erklärte er uns Verschiedenes zu Aktien und Fonds. Anschließend hatte ich mein Abschlussgespräch, indem ich über meine Erfahrungen und Erfolge die Woche über berichtete. Der Filialleiter gab mir ebenfalls eine Rückmeldung.  Anschließend entließ er mich für den restlichen Tag in den Service, wo mich schon einer der Berater erwartete. Er hatte mir am Vortag angeboten, mit ihm ein Bausparvertrag aufzusetzen. Gemeinsam arbeiteten wir also einen passenden Vertrag für die Kunden aus, wobei ich die wichtigen Daten ausfüllen durfte.

Nachdem die Bank geschlossen war, wurde es Zeit sich von den Mitarbeitern zu
verabschieden. Als Dankeschön hatte ich für Jeden eine Packung Merci dabei.

Persönliche Bilanz

Für mich war die BOGY-Woche sehr interessant und ich habe wertvolle Erfahrungen für meine spätere Berufswahl gesammelt. Durch die beiden Einsatzbereiche in Hirschhorn und Meckesheim konnte ich viele neue Eindrücke im Bankwesen gewinnen. Die angenehme Arbeitsatmosphäre und Freundlichkeit der Mitarbeiter erleichterten mir den Einstieg in das Praktikum.

Gut gefallen hat mir, dass ich von Anfang an integriert wurde und mich bei Fragen jederzeit an die Kollegen wenden konnte. Außerdem bereitete mir der Umgang mit den Kunden großen Spaß.

Das Praktikum bestärkt mein Vorhaben eine Ausbildung bei einer Bank zu absolvieren. Auch die Informationen der Mitarbeiter und dem Filialleiter über ihre eigene Berufsentwicklung, waren für mich sehr hilfreich. Bei dem motivierenden Abschlussgespräch wurde mir vorgeschlagen, mich für eine Ausbildung oder ein Studium bei der Volksbank Neckartal zu bewerben.

In diesem Arbeitsumfeld, wie ich es erleben durfte, kann ich mir das durchaus vorstellen.

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